Deutschland-Umfrage des ADAC / Potsdam top, Köln Schlusslicht
Befragt wurden insgesamt mehr als 3.200 Bewohner in der jeweils größten Stadt aller 16 Bundesländer, mit zum Teil großen Unterschieden: In Potsdam fühlen sich zwei Drittel der Befragten sicher zu Fuß, gefolgt von München mit 64 Prozent. Schlusslichter sind Köln mit nur gut einem Drittel und Saarbrücken mit 38 Prozent. Das zeigt, dass die Stadtgröße nichts mit dem Sicherheitsgefühl zu tun hat.
Mobilitätseingeschränkte Fußgänger beklagten vor allem zu kurze Grünphasen, auf dem Gehweg abgestellte Fahrräder und Ähnliches und unübersichtliche Kreuzungen durch parkende Autos.
Gefragt, was das Sicherheitsgefühl vergrößert, antworteten die meisten: Ampeln. Danach – mit deutlichem Abstand – Zebrastreifen. Hier sind die Städte und Gemeinden gefordert, genügend barrierefreie Übergänge einzurichten. An dritter Stelle wird Tempo 30 in Wohngebieten genannt. Das Sicherheitsgefühl erhöht sich auch, wenn Kommunen konsequent das Gehwegparken nicht nur von Pkw, sondern auch E-Scootern und Lastenfahrrädern einschränken und Verstöße verstärkt ahnden. Zudem sollten Fußgänger und Radfahrer keine gemeinsamen Wege nutzen, sondern idealerweise zwei separate, gut voneinander getrennte Spuren zur Verfügung haben.
Auch die Fußgänger können zur eigenen Sicherheit beitragen, indem sie Straßen nur in gut einsehbaren Bereichen wie Ampeln oder Zebrastreifen überqueren. In Abbiegesituationen ist ein Blickkontakt zum Autofahrer hilfreich. Wichtig ist auch, mit Kindern den Schulweg einzuüben und dabei auf besondere Gefahrenstellen wie Ausfahrten aufmerksam zu machen.
Selbstverständlich sind auch die Autofahrer angehalten, auf die schwächsten Verkehrsteilnehmer verstärkt zu achten.
ADAC
Foto: Martin Hangen