Verkehrswacht sieht weiter hohen Bedarf beim Rad- und Fußverkehr
Die Deutsche Verkehrswacht (DVW) hatte schon bei der Auswertung der Jahre 2020 und 2021 darauf hingewiesen, dass die „Rekordzahlen“ nur eine Momentaufnahme sind und keinen Trend darstellen.
DVW-Präsident Prof. Kurt Bodewig: „Wir wussten, dass die Unfallzahlen nach Corona ansteigen werden. Den Tod so vieler Menschen, die vor allem auf dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs waren, können wir aber auf keinen Fall akzeptieren. Es bleibt weiterhin viel zu tun und die Verkehrssicherheitsarbeit muss insgesamt wieder mehr Aufmerksamkeit bekommen.“
Detaillierte Ergebnisse für den Zeitraum Januar bis November zeigen, dass sich in allen Bereichen die Unfälle mit Personenschaden erhöht haben, insbesondere aber mehr Radfahrende ihr Leben verloren. So ist gerade bei Pedelecs („E-Bikes“) der Anstieg um 60 Prozent beziehungsweise 75 Getötete sehr hoch. Aber auch die Zahl der getöteten Fußgängerinnen und Fußgänger stieg mit 11 Prozent stark an.
In der Präventionsarbeit der DVW hat die Sicherheit von Radfahrenden einen hohen Stellenwert. Sowohl bei der Verkehrserziehung von der Kita bis zur Radfahrausbildung in der Grundschule, als auch bei der Sicherheit älterer Menschen auf dem Pedelec finden nach den beiden Corona-Jahren wieder mehr Veranstaltungen statt. Auch das Thema Lastenrad-Sicherheit hat die DVW vor einigen Jahren angestoßen und will es für 2023 als Angebot weiter ausbauen. Wichtig ist aber auch, dass die Rahmenbedingungen für sicheren Radverkehr beispielsweise durch sinnvolle Infrastrukturprojekte verbessert werden und sich Radfahrende mit einem Helm schützen.
Deutsche Verkehrswacht e.V.
Foto: Deutscher Verkehrssicherheitrat e. V. (DVR)