Deutsche Wildtier Stiftung testet neuartiges Wildwarnsystem „AniMot“
„,AniMot‘ steht für ,Animal Motion‘ und bietet die Chance auf eine leicht umsetzbare und dauerhaft funktionierende Lösung an Wildunfallschwerpunkten“, sagt Dr. Andreas Kinser, stellvertretender Leiter Natur und Artenschutz der Deutschen Wildtier Stiftung. Das neuartige System wird an den Leitpfosten der Straßen montiert und seine Sensoren erkennen Wildtiere im Umkreis von über 30 Metern. „Hat ein Sensor Wild erkannt, gibt er die Information an andere „AniMot“-Module in der Umgebung weiter und der Verkehrsteilnehmer wird über ein Lichtsignal gewarnt“, sagt Sabine Dahl, Gründerin der Herstellerfirma von „AniMot“. Die neuen Wildwarner werden in den nächsten Monaten von der Deutschen Wildtier Stiftung und der Firma AniMot in Niedersachsen und Schleswig-Holstein auf Teststrecken eingerichtet.
Bis es zu einer flächendeckenden Einführung kommen kann, funktionieren die Warnsysteme eher konventionell. „Der Autofahrer sollte Warnschilder auf jeden Fall beachten, denn zwischen Oktober und Dezember ist die Gefahr von Wildunfällen um bis zu 13 Prozent erhöht“, sagt Kinser. Bis das „AniMot“-System in Serie geht, gilt weiterhin: Vorauschauend fahren, Tempolimits ernst nehmen, bremsbereit sein und vor allem in der Dämmerung immer mit Wild auf der Straße rechnen.
Deutsche Wildtier Stiftung
Foto: fanatykk (Fotolia) / ACE