Kreuzungen: Typische Gefahrenzonen sind alle Kreuzungen, Einfahrten und Abzweigungen. Hier werden Radler von Autofahrern oft beim Abbiegen übersehen. Vor allem bei Tote-Winkel-Unfällen ist mit schwersten Folgen zu rechnen. Ritter: „An Kreuzungen und Einmündungen ist ganz wichtig: Selbst wenn man als Radler Vorfahrt hat, sich immer vergewissern, ob ein Fahrzeug den eigenen Weg kreuzt und anhält. Keinesfalls neben einem wartenden Lkw halten, nicht neben ihm abbiegen und nicht rechts an ihm vorbei fahren, sondern abwarten, bis dieser weitergefahren ist.“
Engstellen: Unfallträchtig sind auch unübersichtliche Engstellen, wie etwa scharfe Kurven, schwer einsehbare Strecken oder Unterführungen. Hier heißt es vorausschauend fahren und die Geschwindigkeit anpassen. Vor allem ist immer damit zu rechnen, dass im nicht einsehbaren Bereich ein anderer Radler oder Fußgänger entgegenkommt.
Abstand: Ein zu geringer seitlicher Abstand beim Überholen von Fußgängern oder anderen Radfahrern führt immer wieder zu kritischen Situationen. Der Abstand muss so groß sein, dass der Überholte auch dann nicht gefährdet wird, wenn er erschrickt und eine Reflexbewegung macht. Deshalb: die Überholabsicht durch ein Klingelsignal ankündigen und ausreichend Abstand halten.
Tempo: Pedelecs und E-Bikes sind im Straßenverkehr schneller unterwegs, lassen sich aber auf den ersten Blick fast nicht von normalen Radfahrern unterscheiden. Ihre Geschwindigkeit wird deshalb oft von Autofahrern, Fußgängern und anderen Radfahrern falsch eingeschätzt. Auch das führt häufig zu schweren Unfällen führt. Der höhere Speed, unter Umständen verbunden mit einem rutschigen Untergrund, kann besonders bei älteren und weniger erfahrenen Radfahrern zu schweren Alleinunfällen führen, wenn die damit verbundenen Gefahren und Anforderungen unterschätzt werden. DEKRA erinnert daran, beim Radeln unbedingt einen Helm zu tragen, auch und gerade innerhalb von Ortschaften. Damit sinkt das Tötungsrisiko bei einem Unfall deutlich.
Dekra