Informations- und Beratungstermine nutzen: Bessere Chancen bei der MPU
Nach dem Führerscheinentzug empfiehlt sich als erster Schritt die Teilnahme an einer der kostenlosen Informationsveranstaltungen, wie sie etwa die DEKRA Begutach- tungsstellen regelmäßig anbieten. Gutachter informieren dort über den Untersu- chungsablauf und geben Hinweise, welche medizinischen Therapien, suchttherapeuti- schen Maßnahmen oder verkehrspsychologische Unterstützung in Frage kommen.
„Darüber hinaus ist es vor der Anmeldung zur MPU sinnvoll, sich intensiver zu den notwendigen Schritten zur Überwindung der Problematik beraten zu lassen“, sagt Dr. Thomas Wagner, Verkehrspsychologe bei DEKRA. Auf diese weiterführenden, aber kostenpflichtigen Fahreignungsberatungen haben sich zahlreiche Anbieter speziali- siert. Gesetzlich vorgeschriebene Grundqualifikationen gibt es hier jedoch nicht.
„Bei der Auswahl eines Anbieters sollte man daher darauf achten, dass er die notwen- digen diagnostischen und therapeutischen Kompetenzen besitzt, wie sie etwa Diplom- und Master-Psychologen mitbringen“, betont Wagner. „Damit wird sichergestellt, dass die richtigen Maßnahmen ausgewählt werden, um Einstellungen und Verhaltensge- wohnheiten zu ändern, die sich mitunter seit Jahren verfestigt haben.“
Unabhängig davon, ob Alkohol, Drogen, Medikamente oder ein besonders riskantes Fahrverhalten zum Führerscheinentzug geführt haben, gilt laut Wagner: „Wer die per- sönlichen Herausforderungen anpackt, verbessert nicht nur seine Chance auf eine erfolgreiche MPU. Er erreicht meist auch eine dauerhaft höhere Lebensqualität.“
– Presseinformation der Dekra –
Foto: TÜV Süd