ADAC: Systeme mit Spurkorrektur besonders wirkungsvoll
Spurverlassenswarner, die den Fahrer nur akustisch warnen, sobald sein Wagen die Fahrspur verlässt, sind bereits ab der Kleinstwagenklasse erhältlich. Die ADAC-Ingenieure untersuchten die Systeme von Renault Twingo und Hyundai i20 und bemängeln, dass der Piepton ab Autobahngeschwindigkeit kaum noch wahrnehmbar ist. Einen Spurverlassenswarner mit einer haptischen Warnung bieten der BMW 2-er Active Tourer durch Vibration am Lenkrad und der Citroën C5 durch Vibration am Sitz je nach Richtung der Seite, die das Fahrzeug zu verlassen droht.
Diese Vorstufe zum automatisierten Fahren nimmt den Fahrer jedoch nicht aus der Verantwortung und fordert regelmäßig nach Rückmeldung – reagiert der Fahrer nicht, schaltet beispielsweise auch Mercedes die Querführung ab, behält aber die Geschwindigkeit durch den Abstandsregeltempomat bei. Besser wäre es, das Fahrzeug kontrolliert ausrollen zu lassen. VW geht hier einen Schritt weiter: Sein System verknüpft Längs- und Querführung mit dem Notfallassistenten und kann nach mehrmaliger, sehr deutlicher Warnung das Fahrzeug in der Spur zum Stehen bringen.
Insgesamt fällt das Urteil der ADAC-Ingenieure sehr positiv aus: Spurassistenten bieten einen echten Sicherheitsgewinn durch effektive Warn- und Hilfssysteme. Ein Tipp: Wenn für das Wunschmodell ein solches Sicherheitssystem angeboten wird, unbedingt ausprobieren.
Qualitätssicherung:
Sämtliche Arbeitsschritte bei der Durchführung der Versuche wurden gemeinsam mit einem Expertengremium der Bundesanstalt für Straßenwesen sowie der ADAC internen Abteilung „Interessenvertretung Verkehr“ abgestimmt. Die Ergebnisse und Aussagen stellen allein die Ansichten des ADAC dar.
– Presseinformation des ADAC –
Infografik: ADAC, Foto: ADAC / Uwe Rattay