Die steigenden Frühlingstemperaturen haben in den letzten Wochen die Menschen ins Freie und viele Biker auf ihr geliebtes Gefährt gelockt. Motorradfreunde sollten sich und ihre Maschine gewissenhaft auf die ersten Ausfahrten nach der langen Winterpause vorbereiten. Um schwere Unfälle zu vermeiden, setzt der Landesbetrieb zudem auf zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen an viel befahrenen Strecken.
Bewährt haben sich ebenso Schutzplanken, die mit einem so genannten Unterfahrschutz ausgerüstet sind, damit die Verletzungen der Fahrer bei einem Sturz und einem „Durchrutschen“ möglichst gering ausfallen. Fast 60 Kilometer Bundes- und Landesstraßen sind auf diese Weise bereits sicherer geworden, vor allem auf populären Zweiradstrecken im Rheinland sowie im Sauer- und Siegerland. Ein weiteres Element sind spezielle Anpralldämpfer für Motorradfahrer an Schutzplanken in unfallträchtigen Kurven. 15.000 Stück stehen mittlerweile in Nordrhein-Westfalen. Rot-weiße Leiteinrichtungen erhöhen ebenfalls die Sicherheit, genauso wie Poller aus Kunststoff, weil sie im Gegensatz zu den üblichen Stahlpfosten beim Aufprall nachgeben.
Gefahrenstellen per Mail-Hotline melden
„Unsere Abteilung Verkehrssicherheit wertet das Unfallgeschehen kontinuierlich aus, und wenn sich bei Motorradfahrern beliebte Strecken als Unfallschwerpunkt entpuppen, ergreifen wir gezielt Maßnahmen, um vor Ort Abhilfe zu schaffen“, erläutert Winfried Pudenz. Um potenzielle Gefahren noch besser identifizieren zu können, hat Straßen.NRW zusätzlich eine Mail-Hotline eingerichtet. Aufmerksame Biker können unter heinrich.bergerbusch@strassen.nrw.de Stellen melden, die ihnen kritisch erscheinen.
Allerdings: Ein Patentrezept gegen Motorradunfälle gibt es nicht und nicht jede Strecke kann man durch passive Sicherheitsmaßnahmen entschärfen. Rüttelstreifen können zum Beispiel nur auf Geraden zum Einsatz kommen. Sie müssen zudem ausreichend von der Gefahrenstelle entfernt sein, damit der Motorradfahrer die Chance hat, sein Verhalten zu korrigieren. Umfahren können sollte der Biker die Erhebungen auch nicht, das würde den Gegenverkehr gefährden.
Videoclips mit Fahrtipps von Hannes Jaenicke Am Ende hat es aber vor allem jeder selbst in der Hand. Jeder kann aktiv dafür Sorge tragen, dass Begeisterung nicht in Leichtsinn umschlägt. „Runter vom Gas – Mach dich fit für die Landstraße“ fordern deshalb auch das Bundesverkehrsministerium und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) in einer Kampagne. Schauspieler und Biker Hannes Jaenicke zeigt in drei kurzen Videoclips, worauf es für einen guten Start in die Motorradsaison ankommt. Mehr unter: www.runtervomgas.de
– Pressemeldung und Foto: Landesbetrieb Straßenbau NRW –